08.07.2017

Großer Rückblick: So lief unser Schützenfest 2017

Die eher widrigen Wetterverhältnisse zu Beginn des Festes hielten die Sunderner und viele Gäste von Nah und Fern nicht davon ab, zünftig Schützenfest zu feiern. Dies konnten die Brudermeister Ludger Simon und Oliver Schäfer sehr schnell nach Ende der Feiertage erfreut feststellen.



Der Schützenfest-Samstag

 

Mit lauten Böllerschüssen kündigte sich auch in diesem Jahr das Fest an. Nach dem Antreten in der Hubertushalle und einen kurzem Marsch zur Kirche St. Johannes bildete die Schützenmesse traditionell den Auftakt des Festes.

 

Die Schützenmesse

 

Der neue Präses der Bruderschaft, Stefan Siebert, zelebrierte gemeinsam mit dem Ehrenpräses Gottfried Springmann und Pastor Klarmann die sehr gut besuchte heilige Messe. Für die musikalische Gestaltung sorge wieder die Festmusik des Musikvereines Amicita Garbeck und an der Orgel Wolfgang Blome aus Sundern.

 

 

 

 

 

 

Totenehrung und Zapfenstreich

 

Waren der Marsch zur Kirche und die Ehrung noch von Regen begleitet, konnte der große Zapfenstreich trocken vor dem Ehrenmal abgehalten werden. Bei der Totenehrung gedachte der 1. Brudermeister Ludger Simon der Gefallenen der Kriege aller Nationen und der Opfer von terroristischer Gewalt. Dazu legte er einen Kranz nieder.

Der Zapfenstreich als erster Höhepunkt des Festes wurde musikalisch vom Tambourkorps Sundern und dem Musikverein "Amicita" Garbeck gestaltet.

War die Menge an Besuchern bis kurz vor dem Beginn des Zapfenstreiches noch überschaubar, füllten sich danach die Hubertushalle und der Schützenhof zusehends. Am Ende konnten die Schützen mit über 2.400 Besuchern 213 Gäste mehr als im Vorjahr in der Halle zählen.

 

 

 

Der Schützenfest-Sonntag


Der Frühschoppen am Sonntagmorgen

 

Wie in den letzten Jahren übernahmen die Musiker des Musikzuges der freiwilligen
Feuerwehr Langenholthausen die musikalische Gestaltung, und spielten beliebte Märsche und Musikstücke für die zahlreichen Gäste. Besonders begrüßt von Ludger Simon wurden das amtierende Königspaar Tom Gudermann und Theresa Nöker und der Träger der „Alten Fahne", Sebastian Scheffer. Von den Jubelkönigspaaren waren ebenfalls anwesend Rainer Albers und seine Frau Dorothee (25 Jahre), Georg Falke (50 Jahre) und Hermann Josef Fischer (60 Jahre), worüber sich der Vorstand besonders freute.

Anwesend und geehrt wurde an diesem Sonntagmorgen auch der Bundesschützenkönig aus dem Jahre 1967, Hubert Schröder aus Nuttlar. Vor 50 Jahren errang er die Königswürde anlässlich des in Sundern stattfindenden Bundesschützenfestes.

Am Geburtstagsstammtisch wurden auch in diesem Jahr die Mitglieder geehrt, welche das 75. Lebensjahr vollendet hatten. Für Verdienste wurde Vorstandsmitglied zbV Michael Blome geehrt. Den Orden für besondere Verdienste erhielten Königsbegleiter Hubertus Thüsing und Schießmeister Georg Erdelyi.

 

Sonntag: Festzug und Treff für Jung und Alt

 

Vor dem großen Festzug traten die Kompanien an ihren Kompanielokalen an. Dabei konnten nicht alle Kompanien auch von dort aus den Weg zur Halle antreten, sondern mussten erst ohne Marschordnung zu einem sicheren Aufstellplatz wechseln um von dort zur Hubertushalle zu ziehen. Dem großen Festzug jubelten dann bei angenehmen Temperaturen tausende Menschen zu, und freuten sich mit dem scheidenden Königs-paar, den Jubelkönigspaaren, dem Kinder-schützenkönigspaar und dem Träger der „Alten Fahne". Bei freiem Eintritt zog eine große Menschenmenge von der Fußgängerzone in die Hubertushalle und den dahinter liegenden Schützenhof. Nach zuverlässigen Schätzungen des Vorstands feierten zeitweilig bis zu 1.600 Besucher den Schützenfestsonntag in Sundern.

 

Der Sonntagabend stand dann im Zeichen unseres nur noch für wenige Stunden regierenden Königspaares Tom Gudermann und Theresa „Tete" Nöker. Durch eine tolle und mitreißenden Hofstaataktion mit Unterstützung der Garbecker Musik heizten die jungen Leute den Anwesenden noch einmal ein, und ließen es unter anderem mit dem Gassenhauer „Schützenfest feiern – jedes Jahr drei Tage lang" noch mal richtig krachen. Mit Tom und Theresa hatte die Sunderner Hubertusbruderschaft ein offenes, unkompliziertes und sehr sympathisches junges Königspaar, auf das alle in Sundern stolz sein können.

 

 

Der Schützenfest-Montag

 

Wie ausgewechselt zeigte sich das Wetter am Morgen des Vogelschießens. Klarer Himmel und frische Luft begleitete nach dem Antreten in der Hubertushalle die Schützen auf ihrem Weg zur Vogelstange. Nachdem Ludger Simon die noch immer geltenden Bestimmungen der bisherigen Satzung verlesen hatte – die Freigabe der Satzungsneufassung durch das Amtsgericht Arnsberg ist noch nicht erfolgt – konnte es beim Schießen der Jungschützen und auf den großen Königsvogel sowohl „Bierkules" als auch „Schützenliesels Theken-stürmer" ans Holzgefieder gehen.

Nach den Ehrenschüssen und nachdem die Insignienjäger ihr Werk vollbracht hatten folgte in schneller Folge der Beschuss von „Bierkules". Hier zeigte sich das die an den Lafetten mit Rat und Tat den Jungschützen zur Seite stehenden Aufsicht führenden Vorstandsmitglieder immer wieder korrigierend eingreifen mussten. Auch in diesem Jahr gelang es den Jungschützen nicht bei der Schusszahl unter der des Schießens auf den großen Schützenvogel zu bleiben. Nach einem zum Schluss sehr spannenden Gefecht bei dem vor allem die rechte Seite von „Bierkules" zerfleddert worden war entschied Dennis Hengesbach den Kampf für sich, nach dem 253. Schuss brach der Rest des Holzvogels in Stücke und fiel zu Boden. Zuvor musste „Bierkules" durch gezielte Schüsse seine Krone Bürgermeister Ralph Brodel, sein Zepter Fabian Grote und den Reichsapfel dem späteren König Dennis „Pommes" Hengesbach lassen.

 

Dann wurde es auch ernst für „Schützenliesels Thekenstürmer". Viele der sich in die Schlange der Insignienjäger eingereihten Schützenbrüder drehten schnell wieder ab als mit den ersten Schüssen sich Ludger Simon die Krone, Sebastian Pingel das Zepter und Werner „Zeller" Eickelmann den Reichsapfel sicherten. Schnell ging es voran und der 2. Brudermeister Oliver Schäfer sah sich gezwungen bald Einzelfeuer anzuordnen. Vier Aspiranten fochten jetzt um die Königswürde. Dabei sprachen sich Wolfgang Teipel, Bernd Vinkemeier, Uwe Schmidt und Matthias Klenter im fairen Wettkampf über die beste Schusstaktik ab. Am Ende entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Uwe Schmidt und Matthias Klenter, beide wollten die Königswürde erringen. Es fehlte nur noch ein Schuss zum Sieg – da lag der letzte von Matthias Klenter gesetzte Treffer nicht tief genug im Holz von „Schützenliesels Thekenstürmer" verbliebenen Körper, und mit dem folgenden 199. Schuss zerteile ein überglücklicher Uwe Schmidt den Rest und lies den Vogel von der Stange segeln. Als Königin erkor sich Uwe seine Frau Diana.

 

Nachdem die Schützen mit ihren neuen Königen in die Hubertushalle zurückgekehrt waren, erfolgte die Proklamation durch den ersten Brudermeister Ludger Simon. Unter dem Jubel der Anwesenden – die Hubertushalle war rappelvoll – und mit lauten „Horrido"-Rufen ließen die Schützen die neue Majestäten hochleben.
Die scheidenden Majestäten Tom Gudermann und Theresa Nöker und Tobias Bierhoff wurden herzlich verabschiedet. Noch auf der Königsbühne erhielt die neue Königin Diana Schmidt von Theresa Nöker die Königinnenkrone überreicht. Und das Geschenk des scheidenden Königspaares an die Bruderschaft konnte ebenfalls schon seit Beginn des Festes bestaunt werden. Die langen Seiten der Halle schmücken jetzt wieder vom Königspaar gestiftete neue Eichenlaubhalter, nachdem vor ein paar Jahren die alten hatten aussortiert werden müssen. Dafür noch einmal vielen Dank!

 

Das Freibierfest legte dann richtig los, und vor der Bühne der großen Halle zeigten sich Hunderte Tanzwütige. An der U-Theke sorgten die vielen jungen Besucher für mächtige Stimmung, und wurden dabei von eigenen Musikern und später von der Musik aus Garbeck unterstützt. Auch der Montag legte bei den Besucherzahlen wieder zu, es wurden 124 Karten mehr verkauft als im Jahre 2016. Insgesamt besuchten annähernd 5.700 Menschen das Sunderner Schützenfest!

 

 

Montags-Festzug und Stimmung bis zum Schluss

 

Nach dem Antreten fanden sich die vier Kompanien vor dem großen Festzug wieder in der Hubertushalle ein. Vor allem in der Fußgängerzone warteten bei prächtigem Wetter viele Menschen darauf, das neue Königspaar und seinen Hofstaat im Festzug zu erleben. Laute „Uwe, Uwe" rufen waren zu hören als sich Uwe Schmidt und seine Frau Diana freudestrahlend den Menschen in Sundern zeigten.

 

Wie am Sonntag wurde während des Festzuges der Träger der „Alten Fahne", Sebastian Scheffer, erstmals bei „Toto" in der „Alten Bauernstube" abgeholt. Die Abholung und Eingliederung in den Festzug erfolgte traditionell für den König am „Tagwerk" und für die Königin am „Cafe Nückel, wo auch der Hofstaat wieder zusammengeführt wurde. In der Hubertushalle zeigte sich das neue Königspaar am frühen Abend beim Königstanz. Bis spät in die Nacht wurde in Sundern der Ausklang des diesjährigen Schützenfestes gemeinsam mit Uwe und Diana Schmidt gefeiert.

 

 

Dankesworte

 

Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern 1631 e.V. bedankt sich herzlich bei dem Musikverein „Amicita" Garbeck und seiner Partyband „Amigos". Sowohl in den Festzügen als auch in der Schützenhalle sorgten diese mit erstklassiger Musik jederzeit für gute Stimmung. Ebenfalls danken möchten wir dem Tambourkorps Sundern, dem Musikverein Sundern, dem Musikverein Amecke und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Langenholthausen. Dank geht auch an die Brauererei VELTINS und für den gastronomischen Service an das Haus Lucas, sowie an die Böllergruppe aus Grevenstein und die Thekenteams.

Der Vorstand bedankt sich ebenfalls bei allen Aktiven der Schützenbruderschaft für deren geleistete Arbeit, ohne die ein Fest dieser Größenordnung nicht durchgeführt werden kann. Ein großer Dank gilt auch allen Gästen und Freunden des Sunderner Schützenfestes für ihren Besuch und die Teilnahme am größten Volksfest der Stadt mit über 5600 Besuchern.

 

 

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