Satzung der Schützenbruderschaft
St.Hubertus Sundern 1631 e.V.  

§ 1

Die Schützenbruderschaft “St. Hubertus" Sundern 1631 e.V. ist eine Vereinigung von Männern, die das Ideal der deutschen historischen Bruderschaft vertritt und zum Diözesanverband vom heiligen Sebastianus im Erzbistum Paderborn gehört. Sie hat ihren Sitz in Sundern/Sauerland und ist als juristische Person im Vereinsregister beim Amtsgericht Arnsberg eingetragen. Die Schützenbruderschaft “St. Hubertus Sundern" 1631 e. V. dient ausschließlich und unmittelbar christlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff der A. 0. v. 01.01.77.

Die Schützenbruderschaft ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Alle Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglied auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Schützenbruderschaft 1631 e. V. Sundern. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinen vermögensrechtlichen Anspruch gegen die Bruderschaft. Es darf keine Person durch Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken der Schützenbruderschaft 1631 e. V. Sundern fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 2

Das Rechnungsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3

Die Schützenbruderschaft “St. Hubertus Sundern" ist gemäß der Satzung bestrebt,

  1. christliches Bewusstsein und christliches Verhalten zu fördern,
  2. die Werke der christlichen Nächstenliebe zu üben,
  3. für die staatsbürgerliche Erziehung nach den Grundsätzen der christlichen Weltanschauung tätig zu sein,
  4. Eintracht und Gemeinsinn zu pflegen, altes Volks- und Brauchtum wieder zu beleben, zu gestalten und sinnfällig zum Ausdruck zu bringen durch gemeinsame Begehung traditionsgebundener öffentlicher Festlichkeiten aus Anlass alljährlich wiederkehrender kirchlicher Feiern und des alljährlich stattfindenden Schützenfestes,
  5. kirchliche und caritative Einrichtungen, Einrichtungen für geistig und körperlich behinderte Menschen zu unterstützen,
  6. den Schießsport und die sportliche Jugendhilfe zu fördern und entsprechende Schießsportanlagen zu unterhalten.

 

§ 4

Mitglied der Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern kann jede männliche Person werden, die einer christlichen Religionsgemeinschaft angehört. Die Aufnahme ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Die Mitgliedschaft beginnt mit der Aufnahmebestätigung durch den Vorstand. Die Namen der Mitglieder werden in einem Bruderschaftsregister eingetragen. Durch seinen Eintritt in die Bruderschaft erkennt das Mitglied die Satzung als für sich verbindlich an.


§ 5

Der Vorstand besteht aus

  1. dem geschäftsführenden Vorstand, der Vorstand im Sinne des Gesetzes ist,
  2. dem erweiterten Vorstand.

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an

  1. der 1. Brudermeister,
  2. der 2. Brudermeister,
  3. der Rendant,
  4. der Rendant Stellvertreter,
  5. der Schriftführer,
  6. der Adjutant.

Die Bruderschaft wird durch den 1. oder 2. Brudermeister jeweils zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes gerichtlich und außergerichtlich vertreten.

Zu dem erweiterten Vorstand gehören

  1. als geistlicher Präses der Bruderschaft der jeweilige Pfarrer der Pfarrkirche St. Johannes in Sundern, stellvertretend für diesen der jeweilige Pfarrer der Pfarrkirche Christkönig in Sundern,
  2. der jeweilige amtierende Schü,tzenkönig,
  3. die 9 Kompanie - Offiziere
  4. der Öffentlichkeitswart (Änderung vom 22.03.2009),
  5. der Königsbegleiter (Änderung vom 22.03.2009),
  6. der Schießmeister,
  7. weitere 36 gewählte Mitglieder,
  8. bis zu 10 Vorstandsmitglieder zur besonderen Verwendung, die jeweils nach Bedarf gewählt werden,
  9. die 6 Vertreter der Jungschützenkompanie.


§ 6

In den Vorstand kann jeder volljährige Schützenbruder gewählt werden. Zum Vertreter der Jungschützenkompanie kann jeder Schützenbruder, der das 16. aber noch nicht das 24. Lebensjahr vollendet hat, gewählt werden.

Zum 1. und 2. Brudermeister können nur volljährige Schützenbrüder gewählt werden, die der katholischen Kirche angehören.


§ 7

Die Mitglieder zum geschäftsführenden und zum erweiterten Vorstand werden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt.

Ausgenommen von der Wahl durch die Mitgliederversammlung sind der geistliche Präses der Bruderschaft und der amtierende Schützenkönig - diese gehören dem erweiterten Vorstand automatisch an - und die 9 Kompanieoffiziere, die von der Kompanieversammlung der einzelnen Kompanien gewählt werden. Ebenfalls ausgenommen von der Wahl durch die Mitgliederversammlung sind die 6 Vertreter der Jungschützenkompanie, die von der Jungschützenkompanieversammlung gewählt werden. Die Wahlperiode ist auf 3 Jahre bemessen. Wiederwahl ist zulässig.


§ 8

Die Tätigkeit des Vorstandes ist ausschließlich auf die Ziele der Bruderschaft gemäß dieser Satzung gerichtet. Die Sitzungen des Vorstandes finden nach Bedarf statt, mindestens jedoch in Abständen von 3 Monaten.

Auf Verlangen von 10 Mitgliedern des Vorstandes kann eine außerordentliche Sitzung einberufen werden. Die Einladungen zu den Vorstandssitzungen erfolgen schriftlich. Im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und dieser Satzung ist die Tätigkeit des Vorstandes in einer Arbeitsordnung niedergelegt, welche die Vorstandsmitglieder als für sich verbindlich anerkennen.

Der Vorstand ist befugt, die Nutzung des Bruderschaftsvermögens nach eingehender Beratung und Beschlussfassung entgeltlich oder unentgeltlich öffentlichen Körperschaften, anderen ortsansässigen Vereinen oder auch sonstigen Personen zu überlassen.


§ 9

Die Beschlüsse des Vorstandes werden in ein Protokollbuch eingetragen. Sie werden von dem Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied gemeinsam unterschrieben und in der nächsten Vorstandssitzung verlesen.


§ 10

Der Vorstand kann durch die Mitgliederversammlung mit zwei/drittel Stimmenmehrheit aller Mitglieder in Fällen nachgewiesener grober Pflichtverletzung oder nachgewiesener Unfähigkeit abberufen werden.

Die Abberufung trifft den Vorstand in seiner Gesamtheit. Die Abberufung einzelner Vorstandsmitglieder aus den vorstehend genannten Gründen beschließt nach dem gleichen Verfahren der Vorstand.


§ 11

 Die Mitgliederversammlung muss in den ersten 4 Monaten eines jeden Jahres stattfinden. Ihr stehen alle Rechte zu, wie sie in dieser Satzung festgelegt sind, und außerdem die gesetzmäßigen Rechte, soweit sie nicht anderen Vereinsorganen übertragen sind oder in dieser Satzung keine besondere Regelung gefunden haben.

Zu den ordentlichen und den aus besonderen Anlässen einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlungen werden die Mitglieder vom Vorstand durch Bekanntmachung in den am Ort erscheinenden Tageszeitungen unter Einhaltung einer Frist von wenigstens 1 Woche eingeladen.

Die Einladung muss Angaben über die Tagesordnung, den Versammlungsort und die Zeit enthalten. Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit von mindestens 100 Mitgliedern beschlussfähig.

Ist die Mitgliederversammlung wegen nicht genügender Beteiligung nicht beschlussfähig, so hat eine erneute Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung stattzufinden, und zwar innerhalb einer Frist von 1 Monat. Diese ist dann unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Auch in diesem Falle ist die Ladungsfrist von 1 Woche einzuhalten.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen werden in dringenden Fällen einberufen, entweder auf entsprechenden Beschluss des Vorstandes oder wenn die Einberufung von 10% aller Mitglieder gefordert wird.

Als Vorsitzender der Mitgliederversammlung fungiert der 1. Brudermeister, bei seiner Verhinderung sein Stellvertreter, der 2. Brudermeister.

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden, soweit nichts anderes bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

Über den Verlauf und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen. Es ist vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterschreiben und in der nächsten Mitgliederversammlung zu verlesen.


§ 12

Die Mitglieder sind zu Beitragszahlungen verpflichtet, deren Höhe von der Mitgliederversammlung beschlossen wird. Jubilare sind beitragsfrei.


§ 13

Die Mitgliedschaft in der Bruderschaft erlischt

  1. durch Tod,
  2. durch freiwilligen Austritt, der nur zum Ende des Geschäftsjahres erfolgen kann
  3. durch Ausschluss. Wichtige Gründe für den Ausschluss sind insbesondere
    1. gröblicher Verstoß gegen die Satzung und die Anordnungen des Vorstandes,
    2. Nichtzahlung des Jahresbeitrags,
    3. Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte,
    4. anstößiges Verhalten auf den Veranstaltungen der Bruderschaft. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Beschluss des Vorstandes ist unanfechtbar.


§ 14

Höhepunkt des Jahres ist in der Regel das am 1. Sonntag des Monats Juli alljährlich stattfindende Schützenfest.

Berechtigt zum Vogelschießen ist jeder Schützenbruder, der

  1. das 21. Lebensjahr vollendet hat,
  2. mindestens 2 Jahre der Bruderschaft angehört,
  3. sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet. Es wird nur mit vereinseigenen Gewehren geschossen. Der König erwählt seine Königin.

Der König ist gehalten, an dem Brauchtum der Bruderschaft teilzunehmen, wie beispielsweise die Teilnahme am Kirchgang, an den Prozessionen und den Wallfahrten.


§ 15

Die Schützenbrüder pflegen zur Freude und Erholung den Sport, der in den historischen Bruderschaften seit Jahrhunderten der Schießsport war.

Militärisches und Wehrsportschießen sind ausgeschlossen. Die Bruderschaft betrachtet die Jugendpflege in den örtlichen Vereinen als eine ihrer besonderen Aufgaben und wird sie deshalb zu jeder Zeit unterstützen.


§ 16

Änderungen dieser Satzung können nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden. Die Satzung kann nur mit zwei/drittel- Mehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder geändert werden. Auf die beabsichtigte Satzungsänderung muss bei der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen werden.


§ 17

Die Bruderschaft ruht, wenn nur noch 3 Mitglieder vorhanden sind. In diesem Falle oder wenn das Ruhen der Bruderschaft durch Beschluss aller Mitglieder mit 7/8 Mehrheit der Stimmen erklärt wird, geht das Bruderschaftsvermögen in die Verwaltung des Pfarrers der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes in Sundern über.

Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Bruderschaft fällt das Vermögen an die Pfarrei St. Johannes in Sundern. Für den Fall, dass diese nicht mehr existiert, an den Rechtsnachfolger mit der Maßgabe, dass die Pfarrei bzw. deren Rechtsnachfolger das Vermögen verwaltet und die Inventarien, z. B. Fahnen, Königssilber, Urkunden und Protokollbücher, aufbewahren soll. Vom Vermögen und Inventar ist ein Verzeichnis anzufertigen, welches der Pfarrei und dem zuständigen Bischof, bzw. deren Rechtsnachfolgern zu übergeben ist. Das Vermögen, das nach Begleichung der Verbindlichkeiten vorhanden ist und das nicht der Verwaltung der Pfarrei unterstellt wird, (Urkunden, Protokolle usw.), fällt an die Pfarrei St. Johannes Sundern, bzw. deren Rechtsnachfolger, die es ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im sinne dieser Satzung im Ortsteil Sundern zu verwenden hat.

Im Falle der Neugründung einer Bruderschaft mit gleicher Zielsetzung muss die Pfarrei bzw. deren Rechtsnachfolger das noch vorhandene Vermögen und die Inventarien der neugegründeten Bruderschaft übergeben, die nach den dann geltenden Steuervorschriften als gemeinnützig anerkannt ist.


§ 18

Im übrigen gelten die Bestimmungen der §§ 21 - 79 BGB.

Sundern, 06. März 2005 Schützenbruderschaft St. Hubertus 1631 e. V. Sundern