07.07.2025
Ein Rückblick auf das Schützenfest 2025
“Schützenfest feiern: Jedes Jahr, drei Tage lang!” - dieses Motto gilt bei vielen Schützenfestgängern in Sundern. Und zwar bei so vielen, dass das herausragende Fest des Jahres 2023 nicht nur 2024 wiederholt, sondern in 2025 wieder bestätigt werden konnte.
Wenn die Aiste Griavenstainer Boellerkoeppe ihre Böllerschüsse zum Besten geben ist klar: Es ist Schützenfest in Sundern! So traten die Schützen in der Hubertushalle zum Kirchgang an. Traditionsgemäß, verliehen die Kompanieoffiziere vor dem Marsch zur Johanneskirche die Auszeichnungen für die erfolgreichen Schützen im Kleinkaliberschießen anlässlich der Kompaniemeisterschaften im Mai.
In feierlicher Stimmung versammelten die Schützen und Gläubigen zur Schützenmesse, die von Präses Stefan Siebert und Vicar Tobias Golsch gestaltet wurde. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Musikverein Amicitia Garbeck, sowie Monika Albers an der Orgel begleitet, deren gemeinsame Darbietung der Zeremonie ein besonderes Setting verliehen. In der Predigt rief unser Präses dazu auf nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren und erinnerte daran, dass wir als Schützenbrüder allen Traditionen, Auszeichnungen und äußeren Erkennungszeichen zum Trotz unsere Mitmenschen nicht auf der Strecke lassen dürfen.
Präses Stefan Siebert und Pfarrer Martin Vogt sprachen gemeinsam den Schlusssegen und so machten sich die Schützen in einem kurzen Festzug zur Hubertushalle auf um dort den Toten von Kriegen und terroristischer Gewalt zu gedenken. Die zugehörige Kranzniederlegung erfolgte durch Oberst und 1. Brudermeister Marc Puppe. Mit dem feierlichen Zapfenstreich strömten die Besucher zur Schützenhalle. Über 2.500 Menschen fluteten im Anschluss die Halle und den Schützenhof und tanzten und feierten gemeinsam bis in die Morgenstunden.
Schon früh füllte sich auch am Sonntagmorgen die Schützenhalle am Folgetag, da der traditionelle Frühschoppen, welcher vom Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Langenholthausen begleitet wurde, anstand. Besonders begrüßte Marc Puppe das amtierende Königspaar Jonas Kampmann und Feli Naumann, sowie das Jubelkönigspaar von vor 25 Jahren Jürgen und Martina Schöbel. Unter den Gästen war ebenfalls der diesjährige Träger der Alten Fahne, Andreas Lazarek, sowie der Jungschützenkönig, Colin Mester. Mehrere Vorstandsmitglieder wurden während des Frühschoppens geehrt:
Den Orden für Verdienste gingen an David Keggenhoff, 2. Kompanieoffizier der 1. Kompanie, sowie Michael Niederhaus, Kompanieadjutant der 3. Kompanie für jeweils 3 Jahre in ihrer Rolle. Den Orden für besondere Verdienste gingen nach jeweils 6 Jahren an Marc Puppe als 1. Brudermeister und Oberst, sowie an Jan Degener, 1. Kompanieoffizier der 1. Kompanie und Johannes Buchheister, 2. Kompanieoffizier der 3. Kompanie. Der Orden für für besondere Verdienste wurde nach jeweils 9 Jahren an Axel Henke und Erich Schwarz verliehen. Ersterer für seinen Einsatz als Kellerchef und 2. Rendant, letzterer als Vorstand zur besonderen Verfügung. Ganz besonders ist hier noch Hubertus Thüsing zu nennen der von Kreisgeschäftsführer Martin Thiele die Auszeichnung für hervorragende Verdienste des KSB Arnsberg erhielt. Er wurde hier für 20 Jahre Vorstandsarbeit im erweiterten Kompanievorstand, als Königsbegleiter und im Hintergrund im Zusammenhang mit der Aufbereitung und Instandhaltung des Kugelfangs geehrt.
Vor dem großen Festzug traten die Kompanien in ihren Kompanielokalen an. Eine Besonderheit dieses Jahr war, dass die 1. Kompanie erstmals nicht im Gasthof Zur Eule, sondern im Lokal S-Zeit in der Sunderander Fußgängerzone antrat. Der zwischenzeitliche Regenschauer, legte sich rechtzeitig zum Festzug und so zogen unter der Leitung von Hauptmann Marius Cramer, das scheidende Königspaar samt Hofstaat, das Jubelkönigspaar, den Jungschützenkönig, dem Kinderkönigspaar Edda Becker-Jostes und Henri Stoer und dem Träger der “Alten Fahne” sowie den Kompanien los. In den Straßen jubelten Tausende dem Festzug zu. Etliche folgten in die Schützenhalle, sodass Anderthalbtausend feiernde Gästen beim Königs- und Kindertanz beiwohnten.
Als das Grande Finale des scheidenden Schützenkönigspaares Jonas Kampmann und Feli Naumann kann der “Schützen-Strudel” bezeichnet werden, in dem auch der letzte Gast mitgezogen wurde. Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern dankt Jonas Kampmann und Feli Naumann sowie ihrem Hofstaat für ihren Einsatz. Nach seinem Ausscheiden als Adjutant im geschäftsführenden Vorstand nahm sich “Skampi” im letzten Jahr ein Herz und holte sich die Königswürde nach einem spannenden Gefecht.
Im Gegensatz zum Vortag war den Schützen das Wetter am Montag nicht so wohl gesonnen. Auf Grund eines heftigen Regengusses, wurde Ausmarsch zur Vogelstange und somit das Vogelschießen um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Durch diese spontane Änderung wurde jedoch gewährleistet, dass die Akteure im heiß ersehnten Gefecht um die Königswürde - zumindest vorerst - trocken blieben. Standesgemäß gab der scheidende Jungschützenkönig Colin Mester den ersten Schuss auf Vogel “Charly” ab. Rasch folgten die etliche Jungschützen um die Königswürde zu erlangen. Siegreich ging David Börger unter ihnen hervor, der bereits im 94. Schuss den letzten Rest zum Fallen brachte.
Anschließend ging es um “Opa Heinz” und um die Würde des Schützenkönigs der Hubertusbruderschaft. Nach den Ehrenschüssen politischen Gemeinde sowie der Geistlichkeit machten sich die Schützenbrüder auf die Jagd nach den Insignien. Daniel Anhuth sicherte sich die Krone, während Georg Erdelyi den Reichsapfel und das Zepter sein Eigen nennen darf. Kurz vor der Anweisung von Schießmeister Sebastian Pingel, von Salven- auf Einzelfeuer umzustellen, war der Vogel schon arg gerupft worden. Das Schießen entpuppte sich als das Duell der stellvertretenden Kompanieführer: David Keggenhoff von der 1. Kompanie gegen Johannes Buchheister aus der 3. Kompanie. Nach dem 197. und gleichzeitig entscheidendem Schuss war es Johannes Buchheister der von seinen Offizierskollegen in die Luft gereckt wurde.
Nachdem die Schützen in die Hubertushalle zurückgekehrt waren, erfolgte die Proklamation der neuen Könige durch den 1. Brudermeister Marc Puppe. Er dankte Jonas Kampmann und Feli Naumann für ihre Zeit und für das Geschenk and die Bruderschaft, welches sie in Form einer Kostenbeteiligung am Garderobenfenster im Eingangsbereich machten. Dieses wurde im Rahmen der Umbaumaßnahmen für die neue Toilettenanlage hinter der Pius Theke installiert. Die Gäste des Freibierfestes in der inzwischen erneut rappelvollen Hubertushalle feierten lautstark und stimmungsvoll ihre neuen Majestäten in der U-Theke, sowie im Anschluss im Theatersaal, wo die Garbecker Musik ihnen einheizte.
Anders als am Morgen noch, bescherte eine erneute halbstündige Verzögerung des nachmittäglichen Festzuges, diesmal keine trockenen Uniformen. Trotz des zum Teil heftigen Niederschlags machten sich die Menschen der Stadt auf den Festzug zu bestaunen. Traditionell gliederte sich “Alte Fahne” Träger Andreas Lazarek am Sunderland Hotel ein, während der neue König Johannes Buchheister samt Hofstaats-Herren beim “Tagwerk” und die neue Königin Christel Buchheister mit ihren Damen beim “Café Nückel” eingegliedert wurden. Zurück in der Schützenhalle zeigte sich das neue Königspaar beim Königstanz und feierte anschließend mit dem feiernden Gästen bis spät in die Nacht.
Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern 1631 e.V. bedankt sich herzlich bei den Aktiven der Festmusik. Der Musikverein „Amicitia Garbeck“ und das „Tambourkorps 1927 Sundern“ sorgten bei den Festzügen und in der Halle immer mit erstklassiger Musik für gute Stimmung. Ebenfalls danken möchten wir dem Musikverein Amecke, dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Langenholthausen und dem Musikverein Sundern für ihre tolle Unterstützung. Ein Dank geht auch für den gastronomischen Service an den Festwirt Olaf Sommer sowie an die Böllergruppe aus Grevenstein und die fleißigen Thekenteams. Der Vorstand bedankt sich ebenfalls bei allen Aktiven der Schützenbruderschaft für deren geleistete Arbeit, ohne die ein Fest dieser Größenordnung nicht durchgeführt werden kann.
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