Seit 2007 war Cramer im Vorstand aktiv – zunächst als Piketräger der Jungschützen, ab 2009 als Adjutant und schließlich seit 2019 als Hauptmann. Mit Blick auf Familie, Selbstständigkeit und Hausbau fehlte ihm nun die Zeit, die Aufgaben weiterhin vollumfänglich zu erfüllen.
Oberst Marc Puppe, der gemeinsam mit Cramer seit Jahren die Geschicke der Bruderschaft leitete, zeigte sich beim Abschied bewegt: „Diese Zeit schweißt unheimlich zusammen.“
Axel Henke zum neuen Hauptmann gewählt
Die Versammlung wählte einstimmig Axel Henke zum neuen Hauptmann. Henke war bereits in mehreren Funktionen aktiv: zwei Jahre im erweiterten Vorstand, acht Jahre als Kellermeister und zuletzt als 2. Rendant. Mit einem Schmunzeln erklärte er, dass dies wohl das letzte Mal sei, dass er sich zur Wahl stelle. Die frei gewordene Position des 2. Rendanten übernimmt künftig Sebastian Pingel, bisher Schießmeister der Bruderschaft.
Geistlicher Impuls und stabile Finanzen
Insgesamt konnte Oberst Puppe 237 Mitglieder zur Generalversammlung begrüßen. Pfarrer Martin Vogt sprach in seiner Ansprache über die individuelle Stärke jedes Einzelnen – inspiriert von der bekannten „Pinguin-Geschichte“ des Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen.
Finanziell zeigte sich die Bruderschaft solide aufgestellt: 1. Rendant Markus Hermes präsentierte stabile Zahlen und hob hervor, dass ausstehende Beträge für die Renovierung der Altenstube dank Einnahmen aus der vereinseigenen PV-Anlage beglichen werden konnten.
71 Jubilare geehrt – Spende an Grundschulen
Die traditionelle Hutsammlung erbrachte eine Summe von 1.500 Euro, die den Fördervereinen der Grundschulen im Sunderner Kernstadtgebiet zugutekommt. Im Rahmen der Versammlung wurden 71 Mitglieder für langjährige Treue ausgezeichnet, darunter 36 Schützen für 50 Jahre Zugehörigkeit, 16 für 60 Jahre, 15 für 70 Jahre und vier Mitglieder sogar für 75 Jahre:
50 Jahre Mitgliedschaft: Gerd Bahnschulte, Bernd Beilmann, Hans Georg Beste, Reinhard Blome, Dieter Born, Paul Bruchhage, Klaus-Josef Buchheister, Josef Caspers jr., Klaus Drees, Rudolf Figgen, Wolfgang Finke, Thomas Fröhlich, Eckhard Goldbach, Felix Grünebaum, Rudolf jr. Hammeke, Werner Hirschberg, Josef Hoffmann, Klaus-Dieter Hoffmann, Meinolf Hoffmann, Werner Jürgensmeier, Martin Kampmann, Thomas Keggenhoff, Lambert Maas, Gerd Müller, Klaus Nicolay, Bernfried Patt, Günter Pötter, Hartwig Rolfes, Rudolf Scheffer-Michels, Heinz-Dieter Schlereth, Magnus Schmidt, Rudolf Schulte, Bruno Simon, Rainer Starke, Udo Weber, Manfred Wünnenberg, Hans-Gerd Zöllner-Wiethoff
60 Jahre Mitgliedschaft: Stefan Berghoff, Johannes Born, Otto Brumberg, Alois Busche, Klaus Busche, Alfred Grooten, Johannes Grünebaum, Manfred Henze, Walter Lange, Martin Lehrich, Friedhelm Nöker, Paul Pingel, Johannes Schmidt, Friedhelm Severin, Siegfried Wilhelmy,
70 Jahre Mitgliedschaft: Manfred Bischoff, Manfred Bronheim, Wunibald Frieling, Gerhard Frost, Dieter Groll, Alois Grünebaum, Dieter Hüster, Alfred Lemmer, Gerhard Lucas, Heinz Plass, Johannes Scheffer-Christes, Manfred Schmidt, Josef Schmoll, Paul Spielmann, Meinolf Zöllner
75 Jahre Mitgliedschaft: Hans-Josef Brüggentisch, Karl Buchheister, Reinhold Kremer, Rudi Müller
Weitere Vorstandswahlen und Ausblick auf das Schützenfest
Der Posten des Schießmeisters bleibt vorerst vakant und wird übergangsweise von Sebastian Pingel und Ehrenschießmeister Georg Erdelyi betreut. Mit Justus Missal steht jedoch bereits ein potenzieller Nachfolger in den Startlöchern. Kilian Schulte wurde offiziell als Berichterstatter zur besonderen Verwendung bestätigt, nachdem er das Amt zuvor kommissarisch ausgeübt hatte.
Auch in den drei Kompanien gab es zahlreiche Wieder- und Neuwahlen, die einen reibungslosen Übergang in das neue Schützenjahr sicherstellen:
I. Kompanie: Xaver Ehl, Niclas Ortjohann, Julian Roters (Wiederwahl) und Tobias Rohwer (Wiederwahl)
II. Kompanie: Stefan Hopp, Marco Hövelborn, Nils Spielmann und Maximilian Biggeleben (Wiederwahl)
III. Kompanie: Christian Hoffmann, Christian Kiesler, Fabian Blome (Wiederwahl) und Florian Brinkschulte (Wiederwahl)
Für das kommende Schützenfest steht ein besonderes Ereignis an: In diesem Jahr wird ein neuer Kaiser ermittelt. Die Schützenmesse findet daher "open-air" im Röhrtalstadion statt und wird direkt in das Kaiserschießen übergehen. Auch das Antreten sowie das Abholen des Königs und der Alten Fahne finden definitiv am Tagwerk statt - unabhängig davon, ob bis dahin ein neuer Pächter gefunden wird.
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