09.07.2015

Schützenfest 2015

Tropische Temperaturen ließen in diesem Jahr die Schützen und ihre Gäste ins Schwitzen kommen. Dafür sorgte auch der heiße und kurzweilige Kampf der Königsaspiranten am Montagmorgen unter der Stange. Gegen die Hitze halfen gut gekühlte Getränke, bei dem neben dem frischen Schützenfestbier vor allem die Nachfrage nach Mineralwasser besonders hoch war. 

 

Ein Rückblick von
STEPHAN HORMUTH



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Der Schützenfest-Samstag

 

Der Beginn des Festes kündigte sich unüberhörbar mit den ersten Böllerschüssen in Sundern an. Zum Antreten in der Hubertushalle begrüßte Oberst Ludger Simon die anwesenden Mitglieder und Schützen bereits um 16:45 Uhr. Danach marschierte man im Festzug zur Johanneskirche. Zuvor wurden durch die Kompanieoffiziere die Auszeichnungen der Kompaniemeisterschaften im Kleinkaliberschießen von Anfang Juni an die Sieger und Platzierten überreicht. 

 

Die Schützenmesse

 

Der Präses der Bruderschaft, Michael Schmitt, zelebrierte gemeinsam mit dem Ehrenpräses Gottfried Springmann die heilige Messe, die Johanneskirche war bis auf den letzten Platz voll besetzt. Für die musikalische Gestaltung der Schützenmesse sorgten die Festmusik des

 Musikvereines Amicita Garbeck und erstmalig Monika Albers aus Sundern an der Orgel. 

 

 

 

 

Totenehrung und Zapfenstreich

 

Wegen der tropischen Temperaturen zogen die Schützen nach der Messe direkt zum Ehrenmal, und ließen das sonst übliche Vogelaufsetzen ausnahmsweise ausfallen. Bei der Ehrung erinnerte der 1. Brudermeister und Oberst Ludger Simon an die Toten der Bruderschaft und die Gefallen der Kriege, und legte einen Kranz nieder. Nach der Ankunft in der Halle konnte Hauptmann Oliver Schäfer dann den schon von allen Gästen erwarteten Ruf „Wegtreten zum Schützenfest!“ ausbringen. Zu diesem Zeitpunkt weilten deutlich weniger Menschen in der Halle und auf dem Schützenhof als in den vergangenen Jahren, was auf die hohen Temperaturen zurückzuführen war. Der „Große Zapfenstreich“ wurde auf 21:30 verschoben, und erfolgte wieder auf dem Platz vor dem Ehrenmal.

 

Mit Beginn dieses besonderen musikalischen Ereignisses füllten sich die Halle und der Schützenhof zusehends mit Gästen. Der Zapfenstreich wurde von  der Festmusik aus Garbeck und dem Tambourkorps Sundern gespielt. Die Temperaturen wurden im Laufe des Abends erträglicher, und so wurde in der vollen Hubertushalle noch lange in die Nacht hinein gefeiert.

 

 

 

 

 

 

 

Der Schützenfest-Sonntag


Der Frühschoppen am Sonntagmorgen

 

Die Musiker des Musikzuges der freiwilligen Feuerwehr Langenholthausen übernahmen wie in den letzten Jahren die musikalische Gestaltung, und spielten beliebte Weisen und Märsche für die zahlreichen Gäste. Die Beliebtheit des Frühschoppens ist ungebrochen, wie Oberst Ludger Simon erfreut feststellen konnte. Einen besonderen Einzug beim Frühschoppen erhielten das Königspaar Marc Lübke und Maja Puppe und der Träger der alten Fahne, Peter Ronnacker. Dieser konnte den Anwesenden bereits vor dem Festzug des Nachmittages die neue „Alte Fahne“ präsentieren, welche kurz vorher von den Schützen in Dienst gestellt worden war und während der Schützenmesse von Präses Michael Schmitt gesegnet wurde.

 

Auch das Jubelkönigspaar Meinolf Schmidt und Dorothee Schulte war bei dem Frühschoppen anwesend. Am Geburtstagsstammtisch wurden die Mitglieder der Bruderschaft geehrt, welche das 75. Lebensjahr vollendet hatten. Sie wurden mit einem Präsent überrascht. Für Verdienste wurde Öffentlichkeitswart und Berichterstatter Stephan Hormuth, für besondere Verdienste Adjutant Marius Cramer geehrt. Den Bruderschaftsorden für besondere Verdienste erhielt Ehrenrendant Michael Grünebaum für mehr als 12 Jahre aktive Tätigkeit im Vorstand.

 

Sonntag: Festzug und Treff für Jung und Alt

 

Vor dem großen Festzug traten die Kompanien an ihren Kompanielokalen an, wo man alles trefflich vorbereitet hatte. Nachdem alle Kompanien in der Hubertushalle versammelt waren, machten sie sich als großer Festzug auf den Weg durch die Stadt. Bei noch immer sehr warmen Temperaturen säumten tausende Menschen die Straßen, um sich den Festzug mit dem scheidenden Königspaar, dem Jubelkönigspaar, dem Kinderschützenkönigspaar und dem Träger der alten Fahne zuzujubeln. Viele der Zuschauer schlossen sich dann dem Festzug an, um in die Hubertushalle einzuziehen. Auch viele Familien mit Kindern fanden den Weg zum Schützenfest und zur angrenzenden Kirmes. 

 

Der Sonntagabend stand dann im Zeichen von unserem nur noch für wenige Stunden regierenden Königspaar Marc Lübke und Maja Puppe. Am Abend begeisterten der Hofstaat und das Königspaar die Gäste mit ihrer Aktion, bei der die scheidenden Regenten im Schlauchboot durch die Halle fuhren und unterstützt von der Garbecker Musik den Gästen und allen Tanzwütigen noch einmal richtig einheizten. Beide haben gezeigt, wie schön ein Königsjahr in der Röhrstadt sein kann und das es für fast jedes interessierte Paar in Sundern machbar und möglich ist ein derart unvergessliches Jahr zu erleben. Dafür sei Ihnen ein herzliches „Dankeschön“ gesagt!

 

Der Schützenfest-Montag

 

Strahlender Sonnenschein und ein klarer, frischer Morgen erwartete die Schützen beim Antreten um 08:15 Uhr in der Hubertushalle. Nachdem Oberst Ludger Simon in einer kurzen Ansprache die Voraussetzungen verlesen hatte, welche für das Schießen gelten, befahl Hauptmann Oliver Schäfer den Marsch zu Vogelstange. Bei den Jungschützen traten wieder viele Bewerber unter die Stange, um dem Vogel mit dem Namen „Mc Fly“ zu Leibe zu rücken. Es entwickelte sich ein zähes Ringen um die Königswürde. Der von Christian Pötter gebaute Vogel erwies sich als standhaft, doch dann setzte Fabian Blome, der schon den Apfel geschossen hatte, den entscheidenden 171. Schuss und holte den Rest von der Stange. Darüber freuten sich auch seine Eltern, denn Papa Michael Blome gehört als „zbVer“ dem erweiterten Vorstand der Bruderschaft an. Die weiteren Insignien sicherten sich zuvor Fabian Kuhlmann (Krone) und Kevin Lübke (Zepter).

 

Dann wurde es ernst, denn nachdem „Feuervogel“ hochgezogen worden war konnte man die Spannung der Zuschauer spüren: Wie würde das Schießen auf den Königsvogel der Schützen sich entwickeln? Nachdem schon im Verlaufe des Sonntages über einige mögliche Kandidaten spekuliert worden war, zeigte sich erst ein großer Andrang beim Kampf um die Insignien. Hier musste Schießmeister Georg Erdelyi aufpassen, dass die Schützen geordnet in den Sicherheitsbereich eingelassen wurden und nach der Reihe ihre Schüsse abgeben konnten. Nachdem Ortsvorsteher Jürgen Schauerte die Krone abgeschossen  hatte, folgten schnell Zepter (Maximilian Rolfes) und Apfel (Alexander Biggeleben).

 

Im weiteren Verlauf kristallisierten sich dann Uwe Schmidt und Florian Görlich als ernsthafte Königsbewerber heraus. Beide hielten voll drauf und so ging es dann sehr schnell: Florian halbierte den Rest des Vogels, und gab seinem Konkurrenten die Chance zum Sieg. Leider verfehlte Uwe Schmidts folgender Schuss sein Ziel denkbar knapp, und dann entschied Florian Görlich mit dem erst 113. Schuss den Wettbewerb für sich. Als Königin erkor er sich seine Freundin Laura Falke. Nachdem die Schützen mit ihren neuen Königen in die Hubertushalle zurückgekehrt waren, erfolgte die Proklamation durch Oberst Ludger Simon. Unter dem Jubel der Anwesenden und mit lauten Horrido-Rufen ließen die Schützen die beiden neuen Majestäten hochleben. Die scheidenden Majestäten, Marc Lübke und Maja Puppe und der bisherige Jungschützenkönig Felix Grote wurden herzlich verabschiedet. Von Maja Puppe erhielt die neue Königin Laura Falke auf der Königsbühne ihre Königinnen-Krone.

 

Montag: Festzug und Stimmung bis zum Schluss

 

Nach dem Antreten fanden sich die vier Kompanien vor dem großen Festzug wieder in der Hubertushalle ein. An den Straßen warteten bereits viele Menschen darauf, das neue Königspaar im Festzug zu erleben. Zum sonnigen Wetter gesellte sich ein strahlendes neues Königspaar. Unsere neuen und symphatischen Majestäten Florian Görlich und Laura Falke präsentierten sich gemeinsam und gutgelaunt den vielen Menschen in der Stadt. Der Festzug endete dann in der Hubertushalle, und das Freibierfest nahm seine Fortsetzung. Wie am Sonntag wurde während des Festzuges der Träger der neuen „Alten Fahne“, Peter Ronnacker, an der Gaststätte M1 abgeholt, während der König vom Kolpinghaus und die Königin mit dem Hofstaat am Café Nückel zum Festzug dazukam. In der Hubertushalle zeigten sich das neue Königspaar und ihr Hofstaat beim Königstanz. Am Abend sorgten dann die Garbecker Musiker zusammen mit den Musikkapellen aus Langenholthausen und Amecke und dem Tambourkorps Sundern für Stimmung in der Halle, im Theatersaal, an der U-Theke und auch auf dem Schützenhof. 

 

Bis tief in die Nacht wurde das junge Sunderner Königspaar und sein Hofstaat gefeiert, was diese sichtlich genossen. Wir freuen uns auf ein tolles Königsjahr mit Florian und Laura! 

 

Dankesworte

 

Die Schützenbruderschaft St. Hubertus 1631 Sundern e.V. bedankt sich an dieser Stelle bei dem Musikverein "Amicitia" Garbeck und seiner Partyband „Amigos“, die sowohl in den Festzügen als auch in der Schützenhalle jederzeit für gute Stimmung sorgten. Ebenfalls danken möchten wir dem Tambourkorps Sundern, dem Musikzug Langenholthausen, dem Musikverein Sundern, dem Musikverein Amecke, dem gastronomischen Service aus dem Hause Lucas, der Brauerei Veltins, der Böllergruppe Grevenstein, den Kellnerteams und allen Aktiven des Vorstands für die Unterstützung und die geleistete Arbeit. Ein großer Dank gilt auch allen Gästen und Freunden des Sunderner Schützenfestes für ihren Besuch und die Teilnahme am größten Volksfest der Stadt mit über 4700 Besuchern.

 

 

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