07.07.2020

Schützenfestklänge in der Stadt

Im Verlaufe des Nachmittages des eigentlichen Schützenfestsamstags spielten der Musikverein Sundern und das Tambourkorps Sundern an verschiedenen Stellen der Röhrstadt zur von den Schützen für dieses besondere Jahr ins Leben gerufenen "Horrido Reveille" auf.

 

Wegen der Corona-Pandemie mussten allerdings die Spielorte geheim gehalten werden, so dass der ein oder andere von dem plötzlichen Auftauchen der Musiker, die vom geschäftsführenden Vorstand der Schützen und dem amtierenden Schützenkönig Ludger Simon begleitet wurden, überrascht wurde. 



Reveille 2020 beim Königspaar

Man spielte zur Freude der Bewohner an beiden Altenheimen, in der Fußgängerzone, an offenen Plätzen der Stadt und sogar von den Höhen waren die Posaunen, Trommeln und Flöten der Aktiven von Musikverein und Tambourkorps zu hören.

 

Am Ende der Reveille gedachten die Schützen am Ehrenmal vor der Hubertushalle den Gefallenen und Opfern von Krieg und Gewalt. "Es war uns ein Anliegen, diesen wesentlichen Teil eines jeden Stangenabends trotz der Absage des Schützenfestes durchzuführen", begründete der 1. Brudermeister und Oberst Marc Puppe die Aktion.

 

Die virtuelle Hutsammlung zugunsten der Musiker wird bis in die Woche des Schützenfestmontags fortgeführt, das Endergebnis aus allen über das Internet oder eine direkte Überweisung möglichen Spenden steht noch nicht fest.

 

Am Morgen des Sonntages, wenn in einem normalen Jahr in der Hubertushalle der musikalische Frühschoppen stattfindet, wurde vor der Hubertushalle von Pfarrer Stefan Siebert eine Schützenmesse zelebriert. Der Präses der Bruderschaft stellte dabei mit Blick auf die anwesenden Vorstandsmitglieder und Besucher die Vermutung an, dass in diesem Jahr vielleicht weniger Kopfweh am Morgen nach dem Stangenabend herrschen würde als üblich an einem Schützenfestsonntag. In seiner Predigt stellte er auch die Rolle der Schützenbruderschaft als Teil der Kirche in den Vordergrund, und ließ zur Freude der Besucher "Tochter Zion" von Musikverein und dem beiden Königen, Ludger Simon und Leon Koehnen, darbieten.

 

An dem Gewinnspiel "Flagge hissen lohnt sich" nahmen leider nur wenige Straßen- oder Nachbarschaftsgemeinschaften teil. Trotzdem freute sich der Vorstand über die Fahnen, welche an diesem Wochenende überall in Sundern gehisst wurden. Deutlicher Sieger ist die Straßengemeinschaft im und um den Lockweg, dort wurde fast jedes Haus mit den Farben der zweiten Kompanie geschmückt, und zusätzliche Wimpelketten über die Straße gespannt.

 

 



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