Die Kompanien unserer Schützenbruderschaft

Um der Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern von 1631 einen inneren und stärkeren Halt zu geben und das jährliche Schützenfest besser gestalten zu können, wurde auf der Generalversammlung am 22.03.1959 beschlossen, die Bruderschaft in 3. Kompanien aufzuteilen:

 

Jede Kompanie hat einen Kompanieführer, einen Stellvertreter und einen Adjutanten. Diese werden auf den Kompanieversammlungen in geheimer Wahl durch Stimmenmehrheit oder Akklamation gewählt. Die Wahl erfolgt auf 3 Jahre und hat unter Aufsicht des jeweiligen Brudermeisters und des geschäftsführenden Vorstandes zu erfolgen. Die Kompaniefarben wurden ausgelost und zwar für die

 

1. Kompanie => gelb-weiß

2. Kompanie => rot-weiß

3. Kompanie => blau-weiß

 

Gleich nach der Gründung wurden in den Kompanien neue Aktivitäten wach.

 

Die 1. Kompanie, deren Einzugsbereich mit der seinerzeit im Aufbau befindlichen Christkönigsgemeinde gleich war, sah ihre große Aufgabe in Verwirklichung bestimmter Pläne beim Bau und bei der späteren Ausstattung der neuen Kirche. Aus einem anfangs für diese Zwecke gestalteten Gartenfest entwickelte sich das Kirchweihfest, welches noch heute das Ereignis des Jahres bei der 1. Kompanie ist. Bei der Gestaltung von Kinderspielplätzen waren die Männer der 1. Kompanie ebenso aktiv wie bei der Erstellung des Weg-Kreuzes im neuen Siedlungsgebiet an der Silmecke aus Anlass des 20. Kirchweihfestes.

 

Das Gebiet der 2. Kompanie beginnt an der Kreuzung Hauptstraße/Johannesstraße//Schlade und geht bis zur Röhrbrücke an der Post. Dazu gehören sämtliche Nebenstraßen in diesem Bereich. Durch die 1. Renovierung der Pfarrkirche St. Johannes ergab sich für die 2. Kompanie ebenfalls ein weiteres Betätigungsfeld. So wurden Erlöse aus Karnevals-Veranstaltungen und Preis-Schiessen für diesen Zweck aufgebracht. Als dann 1976 die 2. Renovierung der Pfarrkirche und der Orgel bevorstand, wurden regelmäßig Nachsommerfeste (Pfarrfest) veranstaltet, deren Erlöse der Mitfinanzierung dieser Maßnahmen dienten.

 

Für die 3. Kompanie blieb dann das gesamte Gebiet „Untersunderns“ einschließlich aller Nebenstraßen und Siedlungsgebiete. Eine besondere Aufgabe sah die 3. Kompanie in der Erstellung, Unterhaltung und Pflege von Kinderspielplätzen, vor allem auch in den Bereichen der in den Anfangsjahren des Kompaniebestehens entstandenen Neubaugebiete. Dadurch ergab sich auch für die 3. Kompanie ein starker Mitgliederzuwachs und eine Verbindung, die sich zu der Kinderschützenfest-Gemeinschaft zusammenschloss. Jährlich wird ein mit vielen Originalitäten bestücktes Kinderschützenfest veranstaltet und ein Kinderkönigspaar ermittelt.

 

Als der Speisesaal der Schützenhalle neu gestaltet wurde, stiftete jede Kompanie ein bleiverglastes Buntfenster. Nach der Neugestaltung der Musikbühne in der großen Halle wurden ebenfalls 2 neue Fenster und die Deckenrenovierung der Außentoiletten von den Kompanien gestiftet.

 

Ein besonders denkwürdiger Tag war der Schützenfestsonntag 1978. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens erhielt jede Kompanie eine eigene Fahne, die auf der einen Seite einheitlich das Wappen der Bruderschaft St. Hubertus zeigt und auf der anderen bei der 1. Kompanie die Christkönigkirche, bei der 2. Kompanie die St. Johanneskirche und bei der 3. Kompanie die Kreuzbergkapelle.

 

Dass auf den Fahnen – entsprechend den Ortsteilen – die Christkönigkirche, die Johanneskirche und die Kreuzbergkapelle dargestellt sind, spricht für die gesunde, religiöse Verfassung unserer Bruderschaft.

 

Man darf abschließend erwähnen, dass durch die Gründung der Kompanien ein gesunder Ehrgeiz entstanden ist, der sich jederzeit zum Wohle und der Gemeinschaft der gesamten Bruderschaft getreu dem Motto

 

Glaube – Sitte – Heimat

 

ausgewirkt hat.

Kompaniejubiläum

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